Montag, 5. Juni 2017

3 Tage im Paradies auf der Insel GILI AIR / Indonesien / Asien#4


Mittlerweile bin ich zwar leider nicht mehr auf Gili Air, aber die Insel ist ein Paradies! Von Bali aus kommt man für ungefähr 16€ mit dem Fastboat aus auf die Gili Islands, eine Inselgruppe bestehend aus drei kleinen Inseln östlich von Bali. Das Fast Boat ist auch wirklich ganz schön fast, wenn man draußen sitzt muss man aufpassen, nicht weg geweht zu werden. Nach ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden habe ich dann mein Ziel erreicht - Gili Air.
Die Gili Islands bestehen aus Gili Trawangan - der größten Insel und Party-Destination für alle Australier, Neuseeländer und natürlich auch internationale Backpacker, Gili Meno - dem Paradies für alle in den Flitterwochen, eine winzige Insel die nur aus Restaurants und Bungalows besteht - und meiner kleinen Insel Gili Air, die eine Mischung aus beidem ist. 
Bereits beim Ankommen fühlt man sich erholt von all dem Getümmel und Stress auf Bali - hier fahren nämlich keine motorisierten Fahrzeuge. Man muss laufen oder Fahrrad fahren. Außerdem gibt es Pferdekutschen, die meiner Meinung nach aber ganz schön Tierquälerei sind, da die Tiere den ganzen Tag ohne Wasser sind und schwere Kutschen, die ziemlich abenteuerlich befestigt sind, ziehen müssen. 
Da ich kein Fahrrad mieten wollte, war ich dann immer zu Fuß unterwegs. 



Mit meinem Hostel - dem billigsten, das verfügbar ist, hatte ich Glück! Wir hatten Bungalows mit vier Betten zur Verfügung - drei im Erdgeschoss und das vierte Bett ist nur durch eine Leiter im Dach erreichbar. Das war mein Bett, daher hatte ich wie einen Raum für mich alleine. Die Owner waren auch echt cool drauf. Da ja Ramadan ist und die Gili-Inseln im Vergleich zu Bali muslimisch sind, haben die Jungs abends immer groß gekocht und wir durften alle mitessen! Für mich gab es auch immer was vegetarisches! 
Das Gili Air muslimisch ist, merkt man recht schnell, da in regelmäßigen Abständen einer in der Moschee steht und rumschreit. Egal ob tagsüber oder nachts, man kann seinen Gesang überall hören. 
Am ersten Tag habe ich dann außer essen und den Sonnenuntergang betrachten nicht viel gemacht, da ich erst gegen vier angekommen bin. Abends war ich dann noch mit Martha aus meinem Zimmer und einem Deutschen, den wir auf dem Weg kennengelernt haben, in einer netten Bar am Strand und haben uns einen Cocktail gegönnt!
Am zweiten Tag war ich dann mit ein paar Mädels aus dem Hostel schnorcheln und das war richtig schön! Gili Air hat ein total schönes Riff mit vielen verschiedenen Fischen! Nemo-Fisch, Regenbogenfisch und noch ganz viele andere tolle Fische schwimmen zwischen Korallen und Seegras umher! 
Wir haben den ganzen Tag am Strand verbracht- viel anderes kann man hier nämlich nicht machen! 



Am nächsten Tag war ich dann sportlich und bin einmal um die Insel gelaufen, was ungefähr eine bis eineinhalb Stunden gedauert hat. Überall am Strand kann man gemütliche Bars und schöne Restaurants finden! Die Insel hat ein ganz besonderes Flair, alles ist ruhig und nicht hektisch, man kann so viele schöne Plätze finden um einen Mojito oder ein Bier zu genießen, oder Gado Gado zu essen - Gemüse und Reis mit Peanutsoße! 
Wie ihr merkt hat mir mein Aufenthalt hier wirklich gefallen! 
Der Strand und das Meer ist natürlich auch ein Traum - ganz warm und der Sand ist total weiß, da er aus abgestorbenen Korallenteilen besteht. 
In Indonesien kann man übrigens auch toll Yoga machen, überall gibt es Yoga-Studios, in denen man am Strand oder in einer großen Freilichtarea einen Kurs buchen kann! Da ich allerdings sparen muss und in Deutschland auch schon Yoga gemacht habe, habe ich das ausgelassen. Ist aber laut den anderen, die ich getroffen habe, eine Erfahrung wert, aufgrund der tollen Location! 






Viel zu schnell sind dann meine Tage auf Gili Air vorbeigezogen. Ich hatte eine super Zeit, bin um einiges brauner geworden und habe mal wieder tolle Leute kennengelernt! Das ist hier in Indonesien viel leichter als in Australien, da die meisten hier alleine reisen und nur für kurze Zeit an einem Ort sind, also ähnlich wie ich! 


Samstag, 3. Juni 2017

BALI ERKUNDEN! Wasserfall, Reisterrassen und Tempel! / Indonesien / Asien #3


An meinem ersten Abend in Ubud habe ich Yoyo aus Taiwan kennengelernt! Da ich einen Führerschein in Australien verlroen habe, ist mir das Rollermieten noch nicht so geheuer und ich habe beschlossen, lieber mit Yoyo zusammen einen Privat Driver zu mieten, der uns für 10 Stunden lang überall hinfährt, wo wir hin möchten! 
Und so haben Yoyo und unser Driver Adi mich zwei Tage später morgens um 10 abgeholt und wir haben unsere Reise begonnen! 



Der erste Stop war dieser wunderbare Wasserfall Tegenungan! Nicht weit von Ubud entfernt kann man nach einer Klettertour mit vielen Stufen sogar im Wasserfall baden! Das haben wir nicht gemacht, dafür aber einige coole Fotos geschossen!
Außerdem habe ich mal wieder eine Frau dabei beobachtet, die Blumenkränze zu verteilen und mit Wasser zu bespritzen. Das wird hier mehrmals täglich gemacht, um die Götter zu verehren. Hier am Wasserfall wird dem Gott des Landes gedankt und die bösen Geister des Berges ferngehalten. 





Auf dem Weg zu dem nächsten Stop haben wir dann noch an einem Tempel angehalten, der für eine Zeremonie geschmückt war! Immer wieder finden Zeremonien in den öffentlichen Tempeln statt. Dafür werden die Tempel dekoriert, die Menschen ziehen bunte Kleider an und schminken sich auffällig. Dann wird Musik gemacht und Sänften durch die Straßen bis zum Tempel getragen.
In jedem Haus ist übrigens ein 'Private Temple'. Das heißt, jede Familie hat einen eigenen Schrein oder eine kleine Statue, die sie anbetet und jeden Tag findet dort innerhalb der Familie eine kleine Zeremonie statt und Opfergaben werden gebracht. Die Menschen sind hier viel religiöser als in den westlichen Ländern, Tradition und Glaube spielt eine Schlüsselrolle im Leben der Menschen.




Der nächste Stop war der Tirta Empul Tempel. Hier gehen die Menschen zur Reinigung des Körpers und damit verbunden auch der Reinigung des Geistes hin. Um ins Wasser zu dürfen, muss man einen Sarong tragen und eine Opfergabe bringen. Wir haben lieber die anderen beobachtet, Fotos gemacht und die Atmosphäre genossen. Oberhalb des Tempels hat übrigens der Präsident von Indonesien seinen Residenzsitz! 



Schließlich war es schon Mittagszeit und Yoyo und ich haben einen tollen Spot mit Blick auf den Vulkan Mt Bagur gehabt! (All you can eat - also gleich doppelt so toll!). Man kann auch ein Sunrise-Trecking auf den Vulkan mitmachen und morgens um 2 losfahren um pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Spitze zu sein, aber das habe ich nicht unbedingt machen müssen. Den Blick auf den Vulkan habe ich ja schließlich auch beim Essen genossen! 



Der nächste Stop war das typische Bali-Portrait: Die Reisterrassen Tegalalang. Ein wirklich schönes Bild, aber viel zu touristisch. Menschen überall, alle paar Meter muss man Eintritt oder 'Donations', also Spenden zahlen und eine nackte Frau hat gesungen, um Geld zu bekommen. Ich finde ja Bali echt toll, aber es ist viel zu touristisch! Zu viele Menschen, zu viel Geldmacherei, zu wenig authentisches Leben. Für die Locals ist der Tourismus natürlich nahezu die einzige Wirtschaft, die Bali zu bieten hat, aber für mich als Backpacker, auf der Suche nach dem authentischen Bali ist das einfach zu viel.






Der letzte Stop des Tages war dann die Elephant Cave, ein Tempel in Ubud. Die Hauptattraktion ist die Höhle, die man in einem der Bilder erkennen kann. Hier sind drei Figuren aufgestellt, die ein schwarzes, ein rotes und ein weißes Tuch umgelegt haben und die drei Götter des Meeres, der Erde und der Luft repräsentieren sollen. Der Tempel befindet sich auch in einer tollen Umgebung mit verschiedenen Wasserquellen und Steinen im Regenwald! Eine tolle Atmosphäre!
Yoyo und ich haben uns dann abends noch zum Essen getroffen und uns voneinander verabschiedet, da unsere Reise in unterschiedliche Richtungen führt, aber wir hatten wirklich einen tollen Tag und haben versprochen, uns besuchen zu kommen! Hier gehts zum Video!


Montag, 29. Mai 2017

Walk durch Reisfelder und Regenwald und Besuch im Monkey Forest in UBUD, BALI / Indonesien / Asien#2


Ich habe das Gefühl, ich muss gar nichts erzählen, da diese wundervollen Bilder ja für sich sprechen! An meinem zweiten Tag in Ubud war ich mal wieder aktiv und bin ein wenig die Umgebung erkunden gewesen! Erster Stopp: Campuhan Ridge Walk. Der Walk führt aus dem Stadtzentrum raus in den Regenwald! Es war nicht sonderlich anspruchsvoll, aber durch die hohe Luftfeuchtigkeit kam ich doch ins Schwitzen. Der Pfad führte an einem kleinen Tempel vorbei auf einen kleinen Berg, von dem man eine wundervolle Aussicht auf den Regenwald und einige Hütten hat! Die Natur auf Bali ist wirklich unbeschreiblich! Auf dem Walk waren natürlich mal wieder viele Touristen zu finden aber es war trotzdem entspannend, aus der stressigen Stadt in die Natur zu kommen und ein Stück zu laufen. 




Nach einer Weile hat sich die Landschaft dann von Regenwald zu Reisfeldern verändert. Am Pfad waren mal wieder einige kleine Restaurants, in denen man eine kalte Kokosnuss bekommen kann und Blick auf die atemberaubende Landschaft hat! Ich bin aber tapfer weitergestapft. Immer wieder hat man kleine hinduistische Opferstätten und Statuen gesehen. 






Auf dem Rückweg habe ich dann noch diese heilige Steine an einem Fluss entdeckt. Ich kann euch leider nicht sagen, was sie bedeuten, aber sind wohl auch eine Art Anbetungsstätte. 
Der nächste Programmpunkt war dann der Monkey Forest! Ein Must Do in Ubud! Die Affen waren schon echt goldig, vor allem die kleinen Babys und man hatte auch nochmals einen tollen Walk durch den Regenwald. Ein großer Affe war allerdings ganz schön aggressiv und hat mich auch verfolgt, als ich versucht habe, ein schönes Foto von ihm zu schießen. Und ein Affe hat mich glaube ich vom Baum runter angepinkelt. Danach habe ich beschlossen, dass es Zeit ist, heim zu gehen.
Davon abgesehen war es aber echt spannend, die Affen zu beobachten. Einige haben miteinander gespielt, Mütter rennen mit Kinder unterm Bacuh umher, die Kleinen schwingen durch die Äste, eine Mama zieht ihr Kleines am Schwanz zu sich zurück. 






Das wars dann auch soweit von mir! Schaut auf jeden Fall die nächsten Tage nochmal vorbei, dann kommt ein Riesenpost über all die schönen Dinge auf der Insel! Bis dahin könnt ihr euch aber auch das zum Post passende Video anschauen!
Bis dann!


Sonntag, 28. Mai 2017

Es geht nach BALI! - Auf dem Markt in Ubud / Indonesien / Asien#1


Ich bin nun offiziell aus Australien ausgereist! Und natürlich stürze ich mich gleich in das nächste Abenteuer - Die Insel Bali in Indonesien ist das nächste Ziel! Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Mitten in der Nacht mit einer Stunde Verspätung bin ich in Denpasar, dem Flughafen auf Bali angekommen. Die Verspätung war mal wieder tpyisch australisch. Die Klimaanlage ist ausgefallen (ist ja nicht sowieso schon arktisch genug in den Flugzeugen...), wurde aber innerhalb weniger Minuten wieder repariert. Da konnte man aber nicht einfach losfliegen, nein, es musste noch eine Dreiviertelstunde Paperwork erledigt werden, da Paperwork das wichtigste für die Australier ist. 
Der Flug war zum Glück nicht so lange, nur 4h, aber mit neuer Klimaanlage habe ich ganz schön gefroren und zu essen gab es auch nichts.
Nachts um halb 2 Ortszeit sind wir dann also endlich gelandet. Ich bin jetzt übrigens wieder zwei Stunden näher an Deutschland, ich bin euch nur noch 5h voraus! 
Am Flughafen wurde ich von einem netten Kerl aus meinem Hostel abgeholt. Der Shuttle war für balinesische Verhältnisse ziemlich teuer - 180,000IDR, also ungefähr 12€. Das Zimmer hat mich allerdings nur ungefähr 2€ gekostet und ich hatte ein ganzes Vierbettzimmer für mich alleine!
Am nächsten Morgen habe ich mir dann erstmal Frühstück gesucht. Denpasar ist nicht die schönste Stadt, aber das Hostel liegt ziemlich entlegen, nicht touristisch und ich habe nur einheimische getroffen. Bei einer Frau mit ihrem Sohn habe ich dann schließlich irgendwas zu essen gefunden. Ich glaube es war Kohl oder so mit Karotten, Ei und Reis. Hat aber echt gut geschmeckt und nur ungefähr 90ct gekostet! 
Danach habe ich mir ein Uber geholt. Wer das nicht kennt: Das sind Locals, die eine Art Taxi spielen. Das heißt man bestellt ein Auto über eine App, kann entweder über die App per Karte zahlen oder mit Cash beim Fahrer und wird in die gewünschte Location gebracht. Gibt es überall auf der Welt, aber es war das erste Mal, dass ich sowas ausprobiert habe! 


Mein Driver hat mich dann nach Ubud gebracht, einer Touristenstadt im Zentrum des Landes. Dort habe ich für die nächsten vier Nächte ein Hostel reserviert. Das Hostel hat sich als richtig cool herausgestellt, mit eigenem Bad und Luxusdusche, Schlafkabinen mit Vorhängen und einem leckeren, kostenlosen Frühstück. Das ganze kostet ungefähr 7€ pro Nacht. Ihr merkt schon, die Preise sind hier ein Traum! 
Gestern hat übrigens der Ramadan begonnen! Indonesien ist ja eigentlich ein muslimisches Land, aber in Bali sind über die Hälfte der Einwohner Hindus und das merkt man auch. Das erste Bild zeigt eine Opfergabe, die man alle paar Meter auf der Straße findet. Die Frauen basteln kleine Schalen, in die Blumen, Reis, Gräser und Räucherstäbchen gelegt werden. Die Opfergaben sollen den Göttern huldigen und Dämonen besänftigen. Und obwohl die Balinesen sehr arm sind, nehmen sie die Opfergaben doch sehr genau!
Was auf den Straßen Balis noch auffällt, sind all die Menschen, die verzweifelt versuchen, Geld zu verdienen. Überall stehen Motorbikes rum, vor denen ein Mann jeden Passant anspricht, ob er denn ein Taxi möchte oder ein Motorbike ausleihen möchte. Die Frauen werben für Massagen oder Sarongs, die man ihnen abnehmen soll. Es kann ziemlich anstrengend werden, das ungelogen 30. Mal dankend abzulehnen, aber ich kann es ihnen nicht übel nehmen - das Überleben hängt von den Touristen ab.

Auf den Markt habe ich mich natürlich auch noch gewagt! Das war auch ganz schön abenteuerlich. Von all den Menschen, verschiedenfarbigen Stoffen und Figuren wird einem ganz schwindelig. Ich habe mich plötzlich beim Sarongkauf wiedergefunden, da man einfach in den Laden gezogen wurde. 
Heute war ich allerdings schlauer und habe schön verhandelt. Ich glaube ich wurde immer noch abgezogen, obwohl ich mich doch ganz wacker geschlagen habe. Das ist glaube ich auch der Grund, warum es billiger ist, essen zu gehen als selbst zu kochen. Die Locals bekommen all die Produkte zum normalen Preis, nicht zum Touripreis. 
Unterhalb der 100 Kleiderläden habe ich dann noch eine versteckte Section gefunden, die Touristen wohl größtenteils unbekannt ist. Hier kaufen die Balinesen ein. Meine Kamera war leider beschlagen, von der hohen Luftfeuchtigkeit, aber ich denke, die Stimmung kommt dennoch ganz gut rüber. Hier konnte man Obst und Gemüse, Gewürze, richtige Kleidung (keine gemusterten Kleider und knappe Hosen) kaufen und die Frauen haben Opfergaben gebastelt.



Ich habe mich heute auch mal durch exotisches Obst durchprobiert. Es gab Minibananen, Drachenfrucht, Jack Fruit und das undefinierbare Braune in der Mitte des nächsten Bildes. Die Minibananen schmecken wie normale Bananen, nur süßer und cremiger. Drachenfrucht erinnert etwas an eine süße Kiwi, Das kleine Braune hat etwas von einem sauren, festen Apfel und nur die Jackfruit hat mich enttäuscht. Über sie habe ich schon viel Gutes gehört, ich hatte allerdings ein hölzernes, kaum essbares Exemplar, das nach nichts geschmeckt hat. Vielleicht ist das weniger eine Obst-Variante, sondern mehr eine zum Kochen. Das habe ich nämlich heute Abend gegessen - Jackfruit-Curry und da hat sie mir wirklich gut geschmeckt! 


Das war jetzt ein eher kultureller Infopost, bei dem nächsten gibt es spannendere Fotos, das verspreche ich! Dennoch habe ich natürlich noch ein passendes Video zu dem Post!